Kaufen ein Haus an der Costa Blanca ist jedes Jahr der Traum von Tausenden internationalen Käufern. Aber der Kaufpreis der Immobilie ist nur die erste Zahl einer längeren Liste. Wir zeigen, was der echte Kauf einer Immobilie an der Costa Blanca im Jahr 2026 wirklich kostet – mit Preisen nach Regionen, Steuern und Nebenkosten, die viele erst viel zu spät entdecken.
Die Costa Blanca Nord – sie reicht von Altea bis Calpe, über Moraira, Benissa und Jávea – bündelt das Angebot an Luxusimmobilien und eine hohe Lebensqualität in der Provinz Alicante. Die Preise unterscheiden sich deutlich je nach Lage, Immobilienart und Entfernung zum Meer.
Altea ist weiterhin das Premium-Ziel schlechthin. Siedlungen wie Altea Hills, Altea la Vella und der Bereich Mascarat bieten Villen mit Panoramablick, die bei 600.000 € beginnen und in erster Meereslinie die 4 Millionen Euro übersteigen können. Die Altstadt mit ihrer berühmten Mauerpromenade und dem Blick aufs Mittelmeer hält die Preise bei Wohnungen und Reihenhäusern dagegen eher moderat: eine Preisspanne von 250.000 € bis 500.000 €.
Moraira hat sich als eines der gefragtesten Ziele für internationale Käufer etabliert – besonders für Niederländer, Belgier und Deutsche. Der durchschnittliche Preis für eine Villa mit Meerblick in Moraira liegt zwischen 650.000 € und 2,5 Millionen Euro. In Benissa Costa bieten Gegenden wie Baladrar, Advocat und La Fustera ein attraktiveres Preis-Leistungs-Verhältnis: Villen sind dort ab 450.000 € zu haben.
Jávea vereint den Charme der östlichsten Landzunge der Halbinsel mit der kosmopolitischen Atmosphäre des Arenal. Die Preise hier sind vielfältiger: von 300.000 € für ein Reihenhaus in zweiter Meereslinie bis zu 3 Millionen Euro für eine Villa direkt am Meer am Cabo de la Nao.
Calpe, mit dem Peñón de Ifach als Wahrzeichen, bietet ein abwechslungsreicheres Angebot. Wohnungen und Apartments gibt es von 200.000 € bis 800.000 €, und luxuriöse Villen von 500.000 € bis 2 Millionen Euro in Gegenden wie La Fossa oder Puerto Blanco.
Der Kaufpreis ist nur der Anfang. Um zu wissen, wie viel du tatsächlich brauchst, musst du diese Kosten hinzurechnen:
In der Comunidad Valenciana beträgt die ITP für gebrauchte Immobilien seit dem 1. Juni 2026 9 %, als der allgemeine Steuersatz von 10 % auf 9 % gesenkt wurde. Bei einem Preis von 500.000 € sind das zusätzliche 45.000 €. Diese Steuer wird im Moment des Kaufs fällig und ist der größte mit dem Kauf verbundene Aufwand.
Zwei wichtige Details: Wenn die Immobilie die Grenze von 1.000.000 € überschreitet, liegt der anzuwendende Satz bei 11 % – das ist im Luxussegment von Altea, Moraira oder Jávea besonders relevant. Und die Steuer wird auf den höheren von zwei Werten berechnet: den beurkundeten Kaufpreis oder den katasteramtlichen Referenzwert. Wenn der Referenzwert höher ist als der vereinbarte Preis, berechnet das Finanzamt die ITP auf Grundlage dieser Zahl.
Wenn du eine Immobilie im Neubau kaufst, zahlst du 10 % Mehrwertsteuer (IVA) plus 1,4 % für Akte mit rechtlicher Dokumentation (AJD), die im Juni 2026 ebenfalls von 1,5 % gesenkt wurde. Insgesamt ergibt das 11,4 % auf den Kaufpreis.
Die notariellen Gebühren, die Eintragung ins Grundbuch sowie die Dienstleistungen der Gestoría belaufen sich je nach Immobilienpreis und Komplexität des Vorgangs auf einen Betrag zwischen 2.500 € und 5.000 €.
Wenn du eine Hypothek brauchst, verlangt die Bank eine Bewertung der Immobilie, deren Kosten sich in der Regel auf etwa 300 € bis 600 € belaufen.
Damit es klar ist, stell dir vor, du kaufst in Altea eine gebrauchte Villa für 700.000 €:
Preis der Immobilie: 700.000 €
ITP (9%): 63.000 €
Notar + Grundbuch + Gestoría: 3.500 €
Bewertung (falls es eine Hypothek gibt): 500 €
Gesamtbetrag, den du zahlen musst: 767.000 €
Das heißt: Du brauchst rund 9,6 % zusätzlich zum Kaufpreis nur für die Nebenkosten. Ein häufiger Fehler internationaler Käufer ist, nur den Preis der Immobilie zu kalkulieren – und erst danach zu merken, dass sie diesen Aufschlag zusätzlich brauchen.
Wenn du eine Finanzierung brauchst, vergeben spanische Banken Hypotheken an Nichtansässige bis zu 60–70 % des Beleihungswerts (nicht des Kaufpreises). Für Ansässige kann der Prozentsatz bis zu 80 % steigen. Die Zinssätze im Jahr 2026 liegen bei etwa 2,5 % - 3,5 % TAE für solvente Profile.
Zu den üblichen Voraussetzungen gehören: Arbeitsvertrag oder Nachweis der Einkünfte, die Einkommensteuererklärung, nachweisbare Ersparnisse (mindestens 30 % des Preises plus Nebenkosten) und für nichtgemeinschaftliche Ausländer eine gültige NIE.
Die kurze Antwort lautet: Ja, aber mit Nuancen. Die Costa Blanca Nord bietet weiterhin eines der besten Preis-Leistungs-Verhältnisse im spanischen Mittelmeerraum. Im Vergleich zu den Balearen oder der Costa del Sol, wo die Preise deutlich höher sind und der Nachfrage-Druck größer ist, hält die Costa Blanca Nord ein attraktives Gleichgewicht zwischen Lebensqualität, Preis und Potenzial für Wertsteigerungen.
Außerdem spielt die steuerliche Erleichterung im Juni 2026 dem Käufer in die Karten: Pro 100.000 € Kaufpreis kostet die ITP nun 1.000 € weniger als zuvor. Bei einem Kauf für 700.000 € sind das 7.000 € direkte Ersparnis.
Zu wissen, wie viel der Kauf eines Hauses an der Costa Blanca wirklich kostet, ist der erste Schritt für einen erfolgreichen Kauf. Der Preis der Immobilie ist wichtig, aber die verbundenen Kosten (ITP, Notar, Grundbuch, Gestoría) können dem gesamten Auszahlungsbetrag zusätzlich zwischen 9,5 % und 11 % hinzurechnen.
Bei Premium Villas Costa Blanca helfen wir internationalen Käufern seit über 20 Jahren dabei, ihr Zuhause an der Costa Blanca Nord zu finden. Wir begleiten dich durch den gesamten Prozess – von der Suche bis zur Unterschrift –, damit es keine Überraschungen gibt.
Kontaktiere uns noch heute und entdecke, was das Haus deiner Träume an der Costa Blanca wirklich kostet.